Ein „Cliff“ (zu Deutsch: Klippe) ist eine festgelegte Zeitspanne in einem Vesting-Plan, während der Token-Inhaber keinen Zugriff auf ihre Tokens haben und diese nicht verkaufen können.
Der Hauptzweck eines Cliffs ist es, den sofortigen Verkaufsdruck nach dem Start eines Projekts zu reduzieren und den Token-Preis zu stabilisieren. In der Praxis funktioniert ein Cliff, indem Tokens für eine bestimmte Zeit (die Cliff-Periode) gesperrt bleiben, bevor sie freigegeben werden.
Cliffs werden häufig für private Investoren, Teammitglieder und Berater eingesetzt, um langfristiges Engagement zu fördern und kurzfristige Gewinnmitnahmen zu verhindern.
Ein typisches Beispiel wäre ein 1-Jahres-Cliff mit anschließendem 3-Jahres-Vesting: Hier würden die ersten Tokens erst nach einem Jahr freigegeben und dann über die nächsten drei Jahre verteilt ausgegeben werden. Cliffs sind ein wichtiges Instrument in der Tokenomics, um eine ausgewogene und kontrollierte Token-Verteilung zu gewährleisten und das Vertrauen der Investoren in das langfristige Engagement des Teams zu stärken. Sie tragen dazu bei, die anfängliche Stabilität eines Projekts zu sichern und eine fairere Verteilung der Tokens über Zeit zu ermöglichen.
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