Normalerweise würde ich über eine Hellseherin lachen, die Bitcoin-Prognosen macht. Aber als ich mir die Ungeskriptet-Folge mit Birgit Fischer angeschaut habe, wurde mir klar: Ihre bearishen Aussagen zu Bitcoin treffen genau die rationalen Sorgen, die ich seit Wochen selbst habe.
Die Makrolage ist mies, MicroStrategy könnte am 15. Januar explodieren, und der 4-Jahres-Zyklus scheint sich zu einem 4 plus x Jahres-Zyklus zu dehnen.
In diesem Artikel zeige ich dir, warum ich eine bearishe Position für 2026 einnehme – und was mich wieder zum Bullen machen würde.
Bereit für eine andere Perspektive? Dann lass uns loslegen.
Was die Hellseherin zu Bitcoin sagt
In der über 3-stündigen Podcast-Folge mit Birgit Fischer kommt sie bei Minute 1:37:35 auf Bitcoin zu sprechen – und ihre Aussage ist, gelinde gesagt, bemerkenswert:
„Dann sehe ich, dass eine große Kryptowährung, die zerfließt. Ich habe das Gefühl, es ist Bitcoin. Bin mir nicht sicher, bin da nicht so […] Ich habe nur das Bild gesehen, dass eine große Bitcoin, also Kryptowährung, sich richtig so zerfließt. […] Sie geht nicht runter, aber sie wird so flach. […] Ich sehe halt nur die Bilder, gell?“
Interessant dabei: Sie spricht nicht von einem Crash.
Bitcoin geht nicht runter, sondern wird „flach“ und „zerfließt“. Sie selbst bevorzugt Ethereum, weil sie auf „beständige Pferde“ setzt und bei Bitcoin ein ungutes Gefühl hat.
💡 Warum ich den „Ungeskriptet“-Podcast höre
Der Podcast Ungeskriptet von Ben Bernd gehört für mich zur Pflichtlektüre (oder besser: Pflicht-Hörstunden), wenn es um ehrliche und tiefgründige Gespräche geht. Anders als viele „Hype-Formate“, steht hier die Authentizität im Vordergrund.
Dass das Thema Bitcoin dort im Gespräch mit Birgit Fischer auftauchte, war für mich deshalb so spannend, weil es ein „ungefiltertes“ Stimmungsbild außerhalb der Krypto-Bubble geliefert hat.
Warum sollte ich das ernst nehmen?
Eigentlich gar nicht. Hellseherei und rationale Finanzentscheidungen passen ungefähr so gut zusammen wie „Plan B’s Stock-to-Flow-Modell“ und die Realität. Ich bin Techniker, ich denke in Daten, Charts und makroökonomischen Zusammenhängen und nicht in mystischen Bildern.
Aber hier ist der Punkt: Manchmal sagt man aus den falschen Gründen das Richtige.
Was passiert, wenn Bitcoin 2026 nicht crasht, sondern einfach… stagniert?
Seitwärts dümpelt?
Die Euphorie verliert und „flach“ wird?
Genau das könnte passieren – und dafür brauche ich keine Kristallkugel, sondern nur einen Blick auf die Makrolage, MicroStrategy und die Zyklen-Theorie.
Die realen Risiken für Bitcoin 2026
Lass uns Klartext reden: Unabhängig davon, was eine Hellseherin sieht oder nicht sieht, die fundamentalen Risiken für Bitcoin in 2026 sind real. Verdammt real sogar. Und sie haben nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit knallharter Wirtschaft, überschuldeten Unternehmen und sich verändernden Marktzyklen.
1. Die Makrolage: Wenn die Fed zwischen Pest und Cholera wählen muss
Die Federal Reserve steckt 2026 in einem Dilemma, das sie nicht gewinnen kann. Einerseits droht eine Rezession, d.h. die Wirtschaftsdaten werden schwächer, die Arbeitslosigkeit könnte steigen. Andererseits ist die Inflation noch nicht tot. Sie liegt zwar nicht mehr bei den 9% von 2022, aber die Zentralbanker sind nervös.
Was bedeutet das für Bitcoin?
Bitcoin ist kein Inflationsschutz mehr – zumindest nicht kurzfristig!
Das müssen wir akzeptieren. Ich habe bereits ausführlich darüber geschrieben, warum Bitcoin trotz steigender Inflation 2021 gefallen ist: Bitcoin fiel nicht wegen der Inflation, sondern wegen der geldpolitischen Reaktion darauf. Als die Fed mit QT (Quantitative Tightening) und Zinserhöhungen auf die Inflation reagierte, entzog sie dem Markt Liquidität.
Bitcoin korreliert mittlerweile stark mit Tech-Aktien und Risiko-Assets. Wenn die Fed die Zinsen hoch lässt, um die Inflation zu bekämpfen, leiden Wachstumsaktien – und Bitcoin leidet mit. Senkt sie die Zinsen zu stark, riskiert sie eine neue Inflationswelle. In beiden Szenarien ist Bitcoin gefangen.
Die Zeiten, in denen Bitcoin „außerhalb des Systems“ stand, sind vorbei.
Durch die ETFs, institutionelle Investoren und Unternehmen wie MicroStrategy ist Bitcoin Teil des traditionellen Finanzsystems geworden. Und das System sieht gerade ziemlich beschissen aus.
2. Der 4-Jahres-Zyklus ist nicht tot – nur abgeschwächt
Erinner dich zurück: Der legendäre 4-Jahres-Zyklus war fast schon ein Naturgesetz in der Bitcoin-Welt.
Halving → Bullenmarkt → neues Allzeithoch → Crash → Bärenmarkt → Repeat.
Und tatsächlich: Nach dem Halving im April 2024 hat Bitcoin im Oktober 2025 ein neues Allzeithoch von über 126.000 USD erreicht.
Der Zyklus funktioniert also noch, aber die Renditeerwartungen wurden enttäuscht. Viele Investoren haben aufgrund vergangener Zyklen extreme Gewinne erwartet. In früheren Zyklen waren 500% oder mehr keine Seltenheit.
Aber Ende 2025 sieht die Realität anders aus: Trotz neuem Allzeithoch haben viele Investoren deutlich moderatere Renditen erzielt als erhofft. Das zeigt: Der Zyklus existiert weiterhin, aber er ist deutlich gedämpft worden.
Warum liefert der Markt nicht mehr die erwarteten Renditen?
- Marktreife: Bitcoin ist kein Nischenprodukt mehr, sondern ein Asset mit über 2 Billionen USD Marktkapitalisierung. Je größer der Markt, desto schwieriger werden 10x- oder 20x-Gewinne. Das ist mathematisch logisch – aber emotional schwer zu akzeptieren für Investoren, die 2017 oder 2021 erlebt haben.
- Institutionalisierung durch ETFs: Die Bitcoin Spot ETFs haben den Markt professioneller, aber auch weniger explosiv gemacht. Bitcoin korreliert mittlerweile zu 70% mit dem NASDAQ und verhält sich mehr wie eine Tech-Aktie als wie ein spekulatives Asset. VanEck-Analysten sprechen von „niedrigerer Volatilität und milderen Bewegungen“ im Vergleich zu früheren Zyklen.
- Das Ende der extremen Zyklen: Die wilden 1.000%+ Gewinne innerhalb von 12 Monaten sind Geschichte. Bitcoin entwickelt sich zu einem „normalen“ Asset – mit normalen, aber eben auch moderateren Renditen.
- Enttäuschte Erwartungen: Viele Investoren sind frustriert. Sie sind mit der Erwartung eingestiegen, dass Bitcoin „nach dem Halving immer explodiert“. Stattdessen sehen sie moderate Gewinne oder sogar Verluste – trotz neuem Allzeithoch. Diese Enttäuschung führt zu Desinteresse und Kapitulation.
Was bedeutet das für 2026?
Der Zyklus ist nicht tot, aber wir sollten unsere Erwartungen anpassen. Die Zeiten von 10x-Gewinnen in einem Jahr sind für Bitcoin vermutlich vorbei. Stattdessen müssen wir mit reiferen, stabileren, aber eben auch moderateren Renditen rechnen. Für viele fühlt sich das an wie „Stagnation“ – genau das „Zerfließen“ und „Flachwerden“, von dem die Hellseherin spricht.
Bitcoin wird nicht crashen. Es wird einfach… langweilig. Und für einen Markt, der von Hype und Euphorie lebt, ist Langeweile schädlich.
3. Das MicroStrategy-Risiko: Die tickende Zeitbombe
Jetzt kommen wir zum Elefanten im Raum:
MicroStrategy (jetzt umbenannt in „Strategy“, Ticker: MSTR) und die Risiken, die das Unternehmen für den gesamten Bitcoin-Markt darstellt. Ich habe die Strategie und die Risiken von MicroStrategy bereits ausführlich analysiert – aber die Entwicklungen der letzten Wochen haben die Situation nochmal verschärft.
Die aktuellen Fakten (Stand: Januar 2026):
- Strategy hält 673.783 Bitcoin – das sind über 3,2% aller existierenden Bitcoin
- Gesamtinvestition: ca. 44,7 Milliarden USD
- Verschuldung: über 8 Milliarden USD (hauptsächlich durch Wandelanleihen)
- ATM-Kapazität: 41,5 Milliarden USD verfügbar
- mNAV (Market Cap zu Net Asset Value): 0,75-0,83 (handelt unter dem reinen Bitcoin-Wert!)
Die MSCI-Entscheidung vom 7. Januar 2026: Vorerst Entwarnung
Am 7. Januar kam die Nachricht: MSCI behält Strategy und alle Bitcoin Treasury Unternehmen vorerst in den Indizes. Die Aktie sprang +7%. Der von JPMorgan prognostizierte Verkaufsdruck von 10-15 Milliarden USD ist vom Tisch.
Aber das Wort „vorerst“ ist entscheidend: Die Gefahr ist aufgeschoben, nicht aufgehoben. MSCI kann die Klassifizierung jederzeit wieder überprüfen.
Der „Kill-Switch“: Wann Strategy Bitcoin verkaufen muss

CEO Phong Le hat die Bedingungen klar definiert. Es sind zwei Faktoren, die gleichzeitig eintreten müssen:
1. mNAV fällt unter 1.0 → Aktuell: 0,75-0,83 – bereits erfüllt!
2. KEIN Zugang mehr zu frischem Kapital → Mit 41,5 Mrd. USD ATM-Kapazität noch nicht der Fall
Die erste Bedingung ist bereits erfüllt. Strategy handelt mit Discount. Nur der Zugang zu Kapitalmärkten verhindert derzeit Zwangsverkäufe.
Szenario 1: Strategy-Krise löst Liquidations-Kaskade aus
Stell dir vor: Eine Rezession trifft 2026, Kapitalmärkte frieren ein, Bitcoin fällt auf 60.000 USD. Strategy kann keine Aktien mehr ausgeben, die ATM-Kapazität ist verbraucht.
Das Ergebnis:
Strategy muss Bitcoin verkaufen. Der Markt gerät in Panik. Andere Halter verkaufen ebenfalls. Bitcoin fällt auf 40.000 USD, dann 30.000 USD. Ein mehrjähriger Bärenmarkt beginnt.
Szenario 2: Der „perfekte Sturm“
Fed hält Zinsen hoch, Rezession kommt, Bitcoin-Zyklus verlängert sich. Bitcoin stagniert bei 70.000-85.000 USD. Strategy’s mNAV bleibt unter 1.0, niemand will mehr die Aktie kaufen. MSCI wirft Strategy bei der nächsten Überprüfung doch raus.
Das Ergebnis:
Kein Crash, sondern langsames „Zerfließen“. Bitcoin sinkt über Monate von 85.000 auf 70.000 auf 55.000 USD. Resignation statt Panik. Das könnte Jahre dauern.
Fazit:
Die MSCI-Entscheidung ist eine Atempause. Aber das fundamentale Problem bleibt: Strategy handelt unter NAV und ist nur noch einen geschlossenen Kapitalmarkt davon entfernt, Bitcoin verkaufen zu müssen.
Mit 3,2% aller Bitcoin ist das ein systemisches Risiko für den gesamten Markt!
4. Quantencomputer: Für 2026 irrelevant, aber die Uhr tickt
Ein Thema, das immer wieder Panik auslöst: Quantencomputer. Google hat mit seinem „Willow“-Chip beeindruckende Fortschritte gemacht. Können Quantencomputer Bitcoin knacken?
Die kurze Antwort für 2026: Nein.
Aktuelle Quantencomputer wie Googles Willow arbeiten mit etwa 105 Qubits. Um Bitcoin’s Verschlüsselung (SHA-256) zu knacken, bräuchte man Millionen von fehlerfreien Qubits. Wir sind Jahrzehnte davon entfernt. Selbst optimistische Experten sehen keine Bedrohung vor 2030-2035.
Aber: Die Entwicklung beschleunigt sich exponentiell.
Bitcoin muss irgendwann auf quantensichere Algorithmen umsteigen. Die Community diskutiert das bereits. Für 2026 ist es kein Thema, aber es steht auf der langfristigen Risikoliste.
Meine bearishe Position – und warum sie nicht für immer gilt
Lass mich ehrlich sein: Ich bin seit 2017 im Bitcoin-Markt aktiv. Ich habe die Höhen von 2017, den Crash von 2018, die Rally von 2021 und den Bärenmarkt von 2022 erlebt. Ich war immer optimistisch, immer bullish – „Bitcoin fixes this“ war meine Mentalität.
Aber 2026 ist anders.
Zum ersten Mal seit Jahren habe ich einen signifikanten Teil meiner Krypto-Position reduziert. Ich habe darüber bereits ausführlich geschrieben.
Was mich zum Umdenken bringen würde
Ich bin nicht dauerhaft bearish. Wenn sich die folgenden Faktoren ändern, bin ich sofort wieder dabei:
1. Fed-Pivot zu echtem QE
Nicht nur Zinssenkungen, sondern echtes Quantitative Easing. Wenn die Fed die Bilanz wieder ausweitet und Liquidität in den Markt pumpt, ist das der stärkste Katalysator für Bitcoin. QE war historisch immer gut für Bitcoin.
2. Risk-On-Umfeld kehrt zurück
Wenn Tech-Aktien wieder steigen, VIX fällt, und Investoren wieder bereit sind, Risiken einzugehen – dann kommt Bitcoin mit. Ich beobachte den NASDAQ, den VIX und die Zinsen am langen Ende (10-Jahres-Treasury).
3. Strategy löst das mNAV-Problem
Wenn Strategy es schafft, ihr mNAV wieder über 1.0 zu bringen und das Premium zurückzugewinnen, wäre ein riesiges Risiko vom Tisch. Das würde zeigen, dass das Geschäftsmodell funktioniert.
4. Klare makroökonomische Verbesserung
Inflation unter Kontrolle, Fed senkt Zinsen, Wirtschaft wächst moderat. Dieses „Goldilocks“-Szenario wäre ideal für Bitcoin.
Mein konkreter Aktionsplan für 2026
Ich sitze nicht komplett an der Seitenlinie, aber meine Position ist deutlich defensiver als je zuvor:
Aktuell:
- Stark erhöhte Cash-Position: Der Großteil meines Portfolios ist in Cash. Das gibt mir maximale Flexibilität und Sicherheit.
- Minimale Krypto-Position: Ich halte nur noch wenige Prozent in Krypto – hauptsächlich Bitcoin als langfristige Position. Die großen Gewinne der letzten Jahre habe ich realisiert.
- Altcoins komplett raus: Ich beachte Altcoins aktuell gar nicht mehr. Zu riskant, zu volatil, zu abhängig von Bitcoin.
- Ethereum als potenzielle Ausnahme: Interessanterweise hat die Hellseherin Ethereum positiv erwähnt – sie setzt auf „beständige Pferde“. Wenn sich das makroökonomische Umfeld bessert, könnte Ethereum tatsächlich interessanter sein als Bitcoin. Das behalte ich im Auge.
Meine Wiedereinstiegsstrategie:
Ich steige nicht „all-in“ ein, sondern nutze Dollar-Cost-Averaging (DCA), sobald sich das Umfeld verbessert. Wenn zwei der oben genannten Faktoren positiv werden, fange ich an, wieder zu akkumulieren. Schrittweise, nicht emotional.
Worst-Case-Vorbereitung:
Falls Bitcoin auf 50.000 USD oder tiefer fällt und wir einen echten Bärenmarkt sehen, habe ich Cash bereit, um günstig nachzukaufen. Aber ich warte auf Kapitulation und klare Bodenbildung – nicht auf fallendes Messer.
Features:
Besonders geeignet für Einsteiger
Sparplan-Funktion
VISION Coin mit vielen Vorteilen
Aktien, ETFs und Edelmetalle
Features:
Sehr günstige Gebühren
Extrem Zuverlässig
Viele Handelspaare
Features:
Besonders geeignet für Einsteiger
Sparplan-Funktion
Advanced Trading Funktion
Features:
Sehr niedrige Gebühren
Viele Handelspaare
BNB Coin mit vielen Vorteilen
Features:
Besonders geeignet für Einsteiger
Sparplan-Funktion
Ableger der Börse Stuttgart
Features:
Besonders geeignet für Aktieninvestments
Kostenlose ETF Sparpläne
Debitkarte mit Cashback
Fazit: Zwischen Kristallkugel und Realität
Kommen wir zurück zur Hellseherin. Hat sie recht? Wird Bitcoin 2026 „zerfließen“ und „flach“ werden?
Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Niemand weiß es.
Aber was ich weiß, ist: Die Risiken für Bitcoin in 2026 sind real und rational – ganz ohne Esoterik. Die Makrolage ist schwierig, der 4-Jahres-Zyklus ist abgeschwächt, Strategy ist eine Zeitbombe, und die Renditeerwartungen sind unrealistisch hoch.
Meine Einschätzung:
Ich glaube nicht an einen klassischen Crash. Bitcoin wird wahrscheinlich nicht von heute auf morgen von 85.000 USD auf 20.000 USD fallen. Aber ich glaube an Stagnation. An Langeweile. An das „Zerfließen“, von dem die Hellseherin spricht. Bitcoin könnte Monate oder sogar Jahre seitwärts laufen oder langsam fallen – ohne die Aufmerksamkeit und Euphorie, die einen echten Bullenmarkt ausmacht.
Und für einen Markt, der von Hype und FOMO lebt, ist das vielleicht das schlimmste Szenario.
Interessant ist: Die Hellseherin setzt auf Ethereum statt Bitcoin, weil sie auf „beständige Pferde“ setzt. Vielleicht ist das nicht so esoterisch, wie es klingt. Ethereum hat eine klarere Utility, weniger Abhängigkeit von narrativen Zyklen, und könnte sich besser entwickeln, wenn Bitcoin in eine Stagnationsphase gerät. Aber das ist Spekulation – genau wie alles andere in diesem Markt.
Wichtiger Hinweis:
Alle Inhalte auf cryptotant.de dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Krypto-Investments sind hochriskant. Ich teile hier meine persönlichen Erfahrungen aus über 8 Jahren am Markt, aber die finale Verantwortung für deine Finanzen liegt allein bei dir. Vor komplexen steuerlichen Entscheidungen (insbesondere bei Mining oder DeFi) empfehle ich dringend die Rücksprache mit einem spezialisierten Steuerberater.
Handlungsempfehlungen für dich
Falls du bullish bist und kaufen willst:
- Nutze DCA statt Lump-Sum. Verteile deine Käufe über Monate.
- Investiere nur, was du bereit bist, 3-5 Jahre zu halten.
- Akzeptiere, dass die 10x-Zeiten vorbei sein könnten. 2x oder 3x sind immer noch gut.
Falls du bearish bist oder reduzieren willst:
- Habe einen Plan für Gewinnmitnahmen. Emotionen sind dein Feind.
- Erhöhe deine Cash-Position für Flexibilität.
- Diversifiziere in unkorrelierte Assets (Gold, Anleihen, defensive Aktien).
Falls du unsicher bist:
- Tu nichts. Halten ist oft die beste Strategie.
- Schalte den Lärm ab. Höre auf, jeden Tag Charts zu checken.
- Fokussiere dich auf den langfristigen Horizont (5-10 Jahre).
Für alle gilt:
- Behalte Strategy’s mNAV im Auge. Das ist der wichtigste Leading-Indikator.
- Beobachte die Fed und die Makrolage. Bitcoin lebt vom Liquiditätszyklus.
- Sei vorbereitet auf beide Szenarien: Rally UND weiteren Rückgang.
Mein persönliches Schlusswort
Ich bleibe langfristig bullish für Bitcoin. Die Technologie funktioniert, das Narrativ ist stark, die Adoption steigt. Aber kurzfristig? 2026 könnte ein schwieriges Jahr werden. Und manchmal ist die beste Strategie, an der Seitenlinie zu warten, bis sich die Lage klärt.
Eine Hellseherin hat mich nicht überzeugt. Aber die Fakten haben es. Und vielleicht – nur vielleicht – hat sie mit ihrer Ethereum-Präferenz einen interessanten Punkt. Wir werden sehen.
Was machst du? Bist du bullish, bearish oder einfach nur verwirrt? Lass es mich in den Kommentaren wissen. 👇








Hallo Richard,
wieder ein schöner Post! Aufgrund der zunehmenden Vereinnahmung durch institutionelle Investoren gibt es interessanterweise zwei gegenläufige Aspekte:
1) Annahme: Das große Geld verhält sich rationaler und glättet die Kurse. Die Profis verfallen nicht in Gread oder Fear, sondern nehmen Gewinne eher mit und kaufen früher nach – beides dämpft extreme Ausschläge.
Das sollte tatsächlich funktionieren aufgrund einer typischen Eigenheit professioneller Portfolioverwaltung: Es werden prozentuale Anteile im Portfolio für jede Assetklasse festgelegt, und wenn die Assets durch Preisänderungen über die Zeit irgendwann zu sehr abweichen, *muss* rebalanziert werden.
Damit werden deutliche BTC-Bewegungen durch antizyklische Aktionen gedämpft.
2) Aber – es gibt auch den gegenteiligen Effekt. Genaugenommen wird in professionellen Vermögensverwaltungen der Assetanteil aufgrund der spezifischen Volatilität der jeweiligen Assetklasse ermittelt. Sprich, die unterschiedlichen Assetklassen werden mit ihren Anteilen so ausbalanziert, dass alle Teile eine ähnliche Portfolio-Volatilität aufweisen.
(Solange sich die Volatilität wenig ändert, bleibt es bei 1). Bei starken Preisveränderungen nach oben oder unten steigt aber die Volatilität.)
Das führt bei starken Preisanstiegen von BTC zum gleichen Ergebnis wie unter 1). Der Portfolioanteil wird zu groß, und die Volatilität wird zu groß – beides führt gleichermaßen zu Verkäufen.
Dummerweise gilt das aber auch, wenn die Volatilität durch Preisstürze ansteigt. Im Gegensatz zu 1) muss auch dann der Assetanteil durch Verkäufe verkleinert werden, um seine Volatilität wieder auf den erwünschten Wert zu drücken, auch wenn dadurch der Anteil im Portfolio immer kleiner wird – die Begrenzung des Risikos ist den großen Vermögen wichtiger.
IMHO konnte man das schön nach der Crash-Nacht Mitte Oktober 2025 sehen. Die Verkäufe haben die Abwärtsvolatilität „gefüttert“, und damit musste immer weiter verkauft werden. Wir sind fast sechs Wochen gefallen, bis endlich wieder Schluss war.
Bonus:
Weil der Verkaufsdruck diesmal von den BTC-Institutionellen ausging, haben auch die Altcoins wesentlich weniger gelitten als sonst und sind nicht überproprtional gefallen, wie man das eigentlich kennt.
Fazit:
Das große Geld der Profis ist notwendig, um die hohen BTC-Preise zu halten oder gar zu steigern, aber sie sind ein äußerst zweischneidiges Schwert.
Walter